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Buchempfehlungen

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Neujahr. Von Juli Zeh

Die bekannte Autorin erzählt in diesem kompakten, klug konzipierten und spannenden Roman von der Entstehung eines kindlichen Traumas und dessen Bewältigung. Henning leidet seit er denken kann unter einer massiven Angststörung. Er und seine Familie befinden sich im Urlaub auf Lanzarote. Am Neujahrsmorgen macht Henning eine Fahrradtour auf einen nahegelegenen Berg. Während der anstrengenden Fahrt rekapituliert er immer wieder sein Leben. Völlig entkräftet kommt er oben an, rastet an einem Haus, das ihm auf unerklärliche Weise bekannt vorkommt. Ein geheimnisvoller tiefer Brunnen zieht ihn magisch an. Schlagartig wird er sich eines dramatischen Erlebnisses bewusst, das hier stattgefunden hatte, als er noch ein Kind war. Er und seine Schwester Luna hatten damals zusammen mit den Eltern hier ihre Ferien verbracht. Endlich erfährt er die Auflösung. Psychologisch feinfühlig und in bekannt souveräner Manier erzählt die Autorin in diesem lesenswerten Roman.

Robert Seethaler „Ein ganzes Leben“

Ein Buchtipp des Monats

Robert Seethaler „Ein ganzes Leben

Andreas Egger wächst als Waise bei einem Bauern auf und arbeitet schon bald als Knecht auf dem Hof. Später schließt er sich einem Trupp von Arbeitern an ,die Kabinen für Seilbahnen montieren. Er trifft und heiratet die Liebe seines Lebens, die er aber wieder verliert. Das Dorf berlässt er nur, als er in den Krieg muss.

Das in einfacher, klarer Sprache geschriebene Buch passt zu dem einfachen und so erfüllten Leben dieses Mannes. Es ist beispielhaft für ein zufriedenes und die glücklichen Momente erlebendes Dasein.

Empfohlen aus unserem Büchereiteam

Das Pubertier von Jan Weiler

Ein die Lachmuskeln hochgradig strapazierender "Erziehungsratgeber" - 28 Miniaturen aus dem Biotop der "Pubertiere".

Wer Jan Weiler kennt, z.B. von seinem grandiosen Erfolgsroman "Maria, ihm schmeckt's nicht!", weiß natürlich, dass er sich hier auf einen "Erziehungsratgeber" der ganz besonderen Art freuen darf. In dem von Till Hafenbrak sympathisch zurückhaltend illustrierten Bändchen sind 28 erstmals in der "Welt am Sonntag" erschienene Kolumnen zusammengefasst.

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Es handelt sich um die Lachmuskeln hochgradig strapazierende Miniaturen aus dem Biotop der Pubertiere, einer Spezies (hier in weiblicher Form), welche sich aus dem niedlichen pflegeleichten Mädchen wahlweise in eine "verpickelte Silvesterrakete" (S. 7) oder eine "lethargische Amphibie" (S. 14) verwandeln. Pubertiere, aber vor allem durch diese vor größte Herausforderungen gestellte Eltern ("Manchmal fühle ich mich meiner Tochter nicht gewachsen." S. 15) werden sich hier auf witzigste und amüsanteste Weise getröstet und unterhalten fühlen. Wie beruhigend, wenn der Verfasser aus eigenem Erleben versichern kann, dass das Stadium dieses durch Hormone initiierten "Entwicklungsterrors" vorübergehender Natur ist. -

Ein Muss für alle Jan-Weiler-Fans und für alle Zeitgenossen, die gerade nichts zu lachen haben.

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